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Zwischen Atem und Erinnerung
Zwischen Atem und Erinnerung
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„Zwischen Atem und Erinnerung“ ist ein stilles, poetisches Porträt, das den Moment zwischen Innen- und Außenwelt einfängt. Das Gesicht erscheint weich und nahezu zeitlos, eingebettet in eine vielschichtige Collage aus fragmentierten Texturen, verblassten Farbflächen und zarten Naturmotiven. Es wirkt, als würde die Figur aus Erinnerungen heraus entstehen – nicht vollständig greifbar, sondern schwebend zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Die Farbpalette aus kühlen Blau- und Türkistönen vermittelt Ruhe, Offenheit und eine gewisse emotionale Distanz. Diese Zurückhaltung wird durch warme Akzente in Rot, Ocker und Beige bewusst gebrochen. Die floralen Elemente – insbesondere die Mohnblüte – stehen für Vergänglichkeit, Sehnsucht und das fragile Gleichgewicht zwischen Schönheit und Schmerz. Sie wirken wie gespeicherte Gefühle, die sich an der Oberfläche zeigen, ohne laut zu werden.
Schmetterlinge tauchen als leise Begleiter auf. Sie symbolisieren Transformation und innere Bewegung, jedoch ohne dramatische Geste. Vielmehr scheinen sie Teil eines natürlichen Prozesses zu sein – ein sanftes Weitergehen, ein inneres Loslassen. Die textlichen Fragmente und Collageelemente verstärken den Eindruck eines Tagebuchs aus Bildern, Gedanken und unausgesprochenen Erinnerungen.
Der Blick der Figur ist offen, leicht nach oben gerichtet, fast suchend. Die Lippen bleiben unentschieden zwischen Schweigen und Sprache. „Zwischen Atem und Erinnerung“ erzählt von Momenten, in denen Gefühle nicht benannt werden müssen, um präsent zu sein. Es ist ein Bild über leise Selbstwahrnehmung, über das Dazwischen – dort, wo Identität nicht festgeschrieben ist, sondern sich behutsam entfaltet.
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